Kurzbericht

Leitgedanke 1 – Gemeindeleben

1.3 Eine starke und engagierte Ortsbürgergemeinde

Die Ortsbürgergemeinden werden von Gesetzes wegen beim Zusammenschluss der Einwohnergemeinden vereint. Alternativ dazu könnten sie in die Einwohnergemeinde integriert werden. Diese Option wurde nicht weiterverfolgt. Mit dem Zusammenschluss entsteht eine engagierte Ortsbürgergemeinde mit über 2’500 Stimmberechtigten. Sie leistet einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Traditionen und engagiert sich gesellschaftlich und kulturell.

Gemeindeversammlung, Stadtrat und Kommissionen als Behörden der Ortsbürgergemeinde
Die Behörden der Ortsbürgergemeinden sind durch die kantonale Gesetzgebung geregelt. Der geringe Gestaltungspielraum wird mit der vorliegenden Behördenorganisation ausgeschöpft. Die Ortsbürgergemeindeversammlung ist die wichtigste politische Institution und ein gesellschaftlicher Anlass. Der Stadtrat führt die Ortsbürgergemeinde. Die Ortsbürger- Finanzkommission und die Ortsbürgerkommission sind zwei zentrale Kommissionen der Ortsbürgergemeinde. Die Ortsbürger-Finanzkommission wird von der Gemeindeversammlung gewählt, prüft das Budget und die Rechnung der Ortsbürgergemeinde und nimmt zu den Traktanden der Gemeindeversammlung Stellung. Die Ortsbürgerkommission berät vor allem über die Vergabe von Beiträgen an die Öffentlichkeit. Die zwei Kommissionen setzen sich in der ersten Legislatur aus mindestens je einer/einem Vertreter/- in der vorgängigen Ortsbürgergemeinden zusammen. Dies fördert das Zusammenwachsen der Institutionen. Der Stadtrat kann weitere Kommissionen (z. B. Liegenschaftsstrategiekommission) einsetzen.

Vielfältiges öffentliches Engagement
Die Ortsbürgergemeinden leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Dazu gehören die Bereitstellung von Land für öffentliche Anlagen, wie Sport- und Schulanlagen, sowie das Bewirtschaften und Pflegen des Waldes als wichtiger Naherholungsraum und als Naturschutzgebiet. Die fünf Ortsbürgergemeinden sprechen jährlich über 800’000 Franken zugunsten kultureller (z. B. Museumsverein Suhr und Forum Schlossplatz Aarau) und gesellschaftlicher Angebote (z. B. Gemeinschaftszentrum Telli und Altersausflug). Die Mittel werden aufgrund von gemeinsam erarbeiteten Richtlinien vergeben. Die gesprochenen Beiträge an die Institutionen bleiben zu Beginn unverändert.

Waldwirtschaft als gemeinsame Basis
Während sich die fünf Ortsbürgergemeinden hinsichtlich ihrer Grösse und den Möglichkeiten beim öffentlichen Engagement teilweise deutlich unterscheiden, bildet die Bewirtschaftung des Waldes eine identitätsstiftende Gemeinsamkeit. Die aktuellen vier Forstbetriebe bewirtschaften den Wald weiterhin. Die Bewirtschaftung soll anschliessend schrittweise und unter Einbezug der heutigen Partner in einer «selbständigen öffentlich-rechtlichen Gemeindeanstalt» mit mehreren Werkhöfen organisiert werden.

Was passiert, wenn nicht alle Gemeinden zustimmen?

Umsetzung
Umsetzung
Die Umsetzung erfolgt unabhängig von den Gemeinden, die sich am Zusammenschluss beteiligen..

zurück... weiter...